Streit um Vereins-Historie
Ausschreitungen in Timisoara nach Punkteabzug
Text: sid
Zu heftigen Ausschreitungen von enttäuschten Fußball-Fans kam es am Donnerstagabend im rumänischen Timisoara, nachdem dem Erstligisten FC Poli Timisoara vom nationalen Verband sechs Punkte auf Initiative des Weltverbandes FIFA abgezogen worden waren.
Rund 3000 Anhänger beteiligten sich an den Protestkundgebungen. Polizisten wurden mit Steinen beworfen und setzten Tränengas ein. Hintergrund der Sanktion ist ein Konflikt über die Historie des Fußball-Klubs. Der Internationale Sportgerichtshof CAS hatte entschieden, dass der FC nicht den Namen und die Klubfarben des ursprünglichen Vereins FC Politehnica Timisoara verwenden darf. Der Traditionsklub war vom italienischen Geschäftsmann Claudio Zambon aufgekauft worden und spielt seit 2000 in Bukarest in der dritten Liga.
Durch den Punktabzug rutscht der FC Poli Timisoara von Position fünf auf Platz elf ab. Klub-Besitzer Marian Iancu bezeichnete das Urteil als `illegal´ und kündigte die Auflösung des Klubs an: `Meine Entscheidung ist endgültig. Wir werden keine Spiele mehr bestreiten und deshalb von der Meisterschaft ausgeschlossen.´



